Geschichte

Schon zu Beginn der 30er Jahre gab es in den Siedlungen in und um Kindberg viele sportbegeisterter Burschen, die auf Wiesen Fußball spielten. Da gab es immer wieder heiße „Schlachten“ zwischen Bubenmannschaften von Hadersdorf, Aumühl, Kindbergdörfl, Kindberg und Kindtal. Diese Spiele dauerten oft solange, bis der einzige zur Verfügung stehende Ball sein vom groben Schuhwerk arg strapaziertes Leben aushauchte oder der erzürnte Wiesenbesitzer aufkreuzte und die Bubenschar verjagte. Einige Väter, meist Mitarbeiter des einstigen Hüttenwerkes der Alpine Montangesellschaft, erkannten schon damals die Bedeutung einer sinnvollen gesunden Freizeitgestaltung der Jugend und entschlossen sich zur Gründung eines Fußballsportvereines unter dem Namen SAK (Sportverein Alpine Kindberg).

So kam es im Juli 1936 zu einer ersten Spielerversammlung mit 22 Akteuren. Dabei wurde die Vereinsgründung und Teilnahme an einem Pokalwettbewerb mit den Vereinen von Wartberg, St. Kathrein am Hauenstein, Hönigsberg und Hinterberg beschlossen. Auch mit dem Bau eines eigenen Sportplatzes auf dem Areal eines stillgelegten Sägewerkes in Kindbergdörfl wurde begonnen. Am 14. August 1936 versammelten sich drei Mannschaften ( Erste, Reserve und Jugend) zur ersten fotografischen Aufnahme und Vorstellung an Werksdirektor Fritz Menzel. Nach den ersten beiden Spieljahren wurde der SAK durch die NSDAP 1938 aufgelöst.

Nach Kriegsende 1945 gründeten die Heimkehrer noch in diesem Jahr einen ASV (Arbeitersportverein) Kindberg. Die ersten Spiele fanden vorwiegend gegen russische und englische Besatzungsmannschaften auf einer Wiese in der Nähe des Landesaltenpflegeheimes in Kindtal statt, bis sich die Kicker mit ihren Funktionären auf dem von der Alpine zu Verfügung gestellten Areal in Kindbergdörfl einen eigenen Platz erbauten.

Die Begeisterung der Vereinsmitglieder, fast ausschließlich Arbeiter und Angestellte des Hüttenwerkes der einstigen Alpine Montangesellschaft, kannte damals keine Grenzen. Auch die gemeinsamen Feiern, zu denen neben Lebensmittelmarken auch das Essbesteck mitzubringen war, waren Glanzpunkte im Kindberger Gesellschfatsleben der Nachkriegsjahre.

Nach wechselvollen Zeiten – 1958 wurde die Sportanlage durch Hochwasser des Stanzbaches zerstört – gelang 1964 erstmals der Aufstieg in die Landesliga. Nach fünf Jahren kam es nach dem Abgang mehrerer Mannschaftsstützen zum Abstieg. Von diesem Rückschlag erholte sich der Verein lange nicht.

Erst 1985 gelang unter dem nunmehrigen Vereinsnamen SVA Kindberg unter Spielertrainer Karl Hofmeister der Wiederaufstieg. Seit dieser Zeit gehörte der SVA Kindberg nun ununterbrochen der höchsten Steirischen Spielklasse an.

Was sich in den letzten Jahren bereits abgezeichnet hatte, wurde im Jahr 2007 leider traurige Realität. Nach 21 Jahren in der steirischen Landesliga, musste der SVA Kindberg in die Oberliga Nord absteigen.