3:1-Sieg in Anger
Tore: Christoph Trippl, Markus Stockreiter und Bezat Bulduk.
Den vierten Sieg en suite feierte am Freitagabend der SVA LPS Kindberg im Duell mit dem SV ADA Anger. Die Mannen von Trainer Bernd Kovacic setzten sich auswärts nicht unverdient mit 3:1 durch. Mann des Spiels war ganz klar Bezsat Bulduk. Der Sommer-Neuzugang holte beim Stand von 0:1 einen Elfmeter heraus (das darauffolgende Tor erzielte Christoph Trippl), lieferte den Assist zur Führung (von Markus Stockreiter) und krönte seine Leistung zu guter Letzt mit dem 3:1. Das Tor der Hausherren besorgte Marco Heil, der in der 95. Spielminute mit Rot vom Feld musste.
Das Spiel beginnt flott und die rund 200 Fans im Angerer Stadion bekommen zwei ambitionierte Teams zu sehen. Zwingend wird zunächst aber keines von beiden. In der 15. Spielminute geht dann erstmals ein Raunen durch die Ränge. Drazan Sekic kommt im Strafraum allein vor Anger-Goalie Martin Bauernhofer zum Ball, bringt das Leder allerdings nicht im Tor unter – Glück für die Angerer, deren Offensiv-Ausbeute sich in der ersten Halbzeit auf Distanzschüsse beschränkt. Dennoch ist man immer wieder gefährlich, Kindberg steht aber sicher und lässt so gut wie nichts zu.
Dann eine Schrecksekunde für die Gastgeber: Martin Schöberl und Andreas Lehofer müssen in der 21. Spielminute verletzt vom Feld. In Folge bekommt das Publikum ein Hin und Her zu sehen, ehe Schiedsrichter Günter Reinbacher zur Halbzeit pfeift.
Vier Treffer im zweiten Durchgang
Während im ersten Abschnitt keine Tore fielen, dauert es in der zweiten Halbzeit gerade einmal neun Minuten, ehe der in der ersten Halbzeit für Schöberl gekommene Marco Heil jubelnd abdreht. Nach einer undurchsichtigen Situation an der Outlinie, schalten die Angerer am Schnellsten und ein Einwurf kommt zu Heil, der sich nicht zwei Mal bitten lässt und wunderschön aus der Drehung trifft. Ein wenig geschockt vom Rückstand, dauert es eine Weile, bis die Kindberger wieder ins Spiel finden. Anger findet in dieser Phase immer wieder Tormöglichkeiten vor – die beste vereitelt auf der Linie nach einem Schuss von Markus Streilhofer.
Starke Kindberger Schlussphase
In der 76. Spielminute wird aus dem Nichts plötzlich der zuvor eingewechselte Bezsat Bulduk im Stafraum von Bauernhofer gelegt. Christoph Trippl trifft zum Ausgleich. Plötzlich werden Gäste stärker und schalten sich ihrerseits wieder öfter ins Offensivspiel ein. In der 80. Spielminute wird der Einsatz belohnt. Bulduk setzt Markus Stockreiter mit einem sehenswerten Pass ideal in Szene und die Nummer 17 drückt ab. In den letzten zehn Spielminuten wird es noch einmal richtig spannend. Anger wirft in der Schlussphase alles nach vorne, kommt aber nicht mehr zwingend vor das Tor. In der 94. Spielminute trifft dafür Kindberg. Trippl spielt einen schönen Pass auf Stockreiter, der wiederum mit der Ferse auf Bulduk ablegt und die Nummer 16 trocken abzieht. In der 95. Spielminute kassiert Marco Heil noch die Rote Karte wegen Beleidigung, bevor Reinbacher nach 97 Minuten abpfeift.
SV ADA Anger – SVA LPS Kindberg
Tore: 1:0 Heil (54.), 1:1 Trippl (76.), 2:1 Stockreiter (80.), 3:1 Bulduk (94.)
Bernd Kovacic (Trainer Kindberg): “Kompliment an meine Mannschaft. Sie hat nie aufgegeben. Das war eine sehr ansprechende Leistung. Ich wäre auch schon mit einem Punkt zufrieden gewesen, nehme die drei Zähler aber natürlich gerne mit.”
beste Spieler: Bulduk, Stockreiter, Kraschitzer
Formation: 4-4-2
von Redaktion
Auszug aus stmk.fanreport.at:
Fazit: Bezsat Bulduk wurde in Minute 65 von Trainer Bernd Kovacic eingewechselt und erwies sich als Glücksgriff. Der Strafstoß zum 1:1 Ausgleich von Anger kam durch ein Foul an ihm zu Stand, das zweite Tor von Kindberg legte er mustergültig auf, mit Tor Nummer Drei für die Gäste krönte Bezsat Bulduk seine starke Leistung und trug sich selber in die Torschützenliste ein. Beide Trainer zeigten sich nach dem Spiel unzufrieden über die Schiedsrichterleistung. Vor allem Angers Trainer Michael Heil ärgerte sich über die, laut einigen Spielern von Anger und Kindberg unberechtigten, roten Karten für seinen Toptorschützen Marco Heil.
Halbzeit Eins war eine gute Partie beider Mannschaften. Kindberg kam zu einer Tormöglichkeit, als Drazan Sekic alleine auf den heimischen Torwart Martin Bauernhofer zuging, den Ball jedoch nicht im Gehäuse unterbringen konnte. Anger kann aus zwei, drei Weitschüssen nichts Zählbares machen. Ungünstig für Anger waren zwei Verletzungen bereits nach 20 Minuten. Andreas Lehofer, mit einer Oberschenkelzerrung und Martin Schöberl, der sich das Knie verdrehte, mussten vom Platz. Für sie kamen Markus Streilhofer und Marco Heil, der nach dem Steirercup-Spiel vom Dienstag nicht ganz fit war und deshalb vorerst auf der Bank Platz nahm. Obwohl sich beide Mannschaften stark präsentierten, gab es so gut wie keine Highlights vor den Toren.
Knapp zehn Minuten waren in Durchgang Zwei gespielt, als eine strittige Entscheidung des Linienrichters zur folgender Situation führte, wie sie Kindbergs Trainer Bernd Kovacic beschrieb: ein Foul auf der Mittellinie. Kindbergs Spieler dachten, Freistoß für sie. Jedoch war Anger schneller und spielte den Ball über die Seite die Linie hinunter, ein Pass zur Mitte und der in Minute 21 für den verletzten Martin Schöberl eingewechselte Marco Heil erzielte aus der Drehung einen sehenswerten Treffer. Sein zehntes Saisontor und gleichzeitig das 1:0 für seine Mannschaft. Anger wurde nach dem Führungstreffer stärker. Ein Schuss von Markus Streilhofer wurde von Kindberg noch auf der Linie abgewehrt. Eine Viertelstunde vor Schluss bekam Kindberg einen Elfmeter zugesprochen, Schiedsrichter GünterReinbacher entschied auf Foul von Angers Schlussmann Martin Bauernhofer an dem zehn Minuten zuvor eingewechselten Bezsat Bulduk. Christoph Trippl ließ sich diese Chancen nicht nehmen und verwandelte zum 1:1 Ausgleich. Nicht einmal fünf Minuten später war es wieder Bezsat Bulduk, der für Gefahr im Strafraum von Anger sorgte. Sein idealer Lochpass auf Markus Stockreiter wird von diesem direkt übernommen und landet im Tor von Anger. Neuer Spielstand somit 2:1 für die Gäste in Minute 80. Anger warf daraufhin alles nach vorne und versuchte, noch zum Ausgleich zu kommen. In der vierten Minute der Nachspielzeit spielte Kindberg einen sehenswerten Konter über Christoph Trippl und Markus Stockreiter. Bezsat Bulduk schloss diesen erfolgreich zum 3:1 Endstand aus Kindberger Sicht ab. In der fünften Minute der Nachspielzeit gab es dann noch eine rote Karte für Angers Torschützen Marco Heil aufgrund von Schiedsrichter Beleidigung. Heil machte seinem Ärger über das verlorene Spiel Luft, jedoch sprach er, wie auch einige Kindberger Spieler nach dem Spiel bestätigten, nicht die Beleidigung aus, wie sie Schiedsrichter Günter Reinbacher hörte, wurde aber von diesem trotzdem vom Platz gestellt.
“Im Großen und Ganzen war der Sieg für uns verdient, ein Pauschallob an meine Mannschaft. Ein gutes Spiel von beiden Seiten.”
Bernd Kovacic
“Schiedsrichter entscheidet Partie in Anger in der Rapidviertelstunde!”
Michael Heil




